GEMEINSAM VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Kinder und Jugendliche brauchen sichere Räume. Räume, in denen sie ernst genommen werden, Vertrauen erleben und sich ausprobieren können. Als Evangelische Jugend Essen tragen wir dafür eine besondere Verantwortung.

Prävention und Schutz sind für uns kein Zusatz und kein Sonderthema. Sie gehören zum Kern unserer Arbeit. In all unseren Angeboten, in offenen Treffs, auf Freizeiten, in Projekten und in der Gremienarbeit achten wir darauf, dass junge Menschen geschützt, begleitet und gestärkt werden.

Schutz entsteht dort, wo Menschen achtsam miteinander umgehen, Verantwortung übernehmen und nicht wegsehen. Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass unsere Orte sicher sind. Für Kinder und Jugendliche genauso wie für Mitarbeitende und Ehrenamtliche.

Evangelische Jugend Essen – mehr als ihr glaubt!

Evangelische Jugend Essen
mehr als ihr glaubt!

SCHUTZ LEBT VON
HALTUNG UND
STRUKTUREN

Verlässliche
Strukturen
Schutz darf kein Zufall sein. Klare Regeln, feste Verfahren und benannte Ansprechpersonen sorgen dafür, dass Verantwortung verbindlich gelebt wird.
Geschulte
Mitarbeitende
Alle, die bei uns mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werden regelmäßig geschult. So entsteht Sicherheit im Handeln und Sensibilität für Grenzverletzungen.
Klare
Zuständigkeiten
Leitung und Träger tragen besondere Verantwortung. Zuständigkeiten sind klar geregelt, Unterstützung und Begleitung jederzeit möglich.
Transparente
Wege
Beobachtungen, Hinweise und Verdachtsmomente haben bei uns feste Wege. Jede Meldung wird ernst genommen und sorgfältig geprüft.
Gemeinsam
hinsehen
Prävention gelingt nur gemeinsam. Achtsamkeit, offene Kommunikation und gegenseitige Verantwortung sind die Grundlage unserer Arbeit.
Du bist
nicht allein
Wenn dich etwas stutzig macht, bleib nicht mit deinem Gefühl allein. Sprich eine Ansprechperson an oder melde dich im Jugendreferat. Wir hören zu und unterstützen.

PRÄVENTION ALS TEIL
UNSERER IDENTITÄT

Prävention vor sexualisierter Gewalt ist für uns eine pädagogische Grundhaltung. Sie prägt unser tägliches Handeln und unsere Zusammenarbeit. Wir gestalten Nähe bewusst, respektieren Grenzen und ermöglichen Beteiligung.

Sexualisierte Gewalt bedeutet, dass Macht, Vertrauen oder Abhängigkeit ausgenutzt werden. Es geht dabei nicht nur um Sexualität, sondern um Gewalt und das bewusste Überschreiten von Grenzen. Wir wissen, dass auch kirchliche Räume keine automatischen Schutzräume sind. Deshalb schaffen wir bewusst Strukturen, die schützen und stärken.

Prävention ist für uns kein einmaliges Projekt. Sie zeigt sich im Alltag. In unserer Sprache, in unserem Verhalten, in klaren Regeln und in der Bereitschaft, hinzusehen und zu handeln.

Für uns bedeutet das, dass wir Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit und Selbstbestimmung stärken. Wir achten auf grenzachtendes Verhalten und eine wertschätzende Sprache. Wir reflektieren Macht, Rollen und Abhängigkeiten und schaffen Räume, in denen junge Menschen mitbestimmen und ihre Anliegen äußern können. 

ERWEITERTE FÜHRUNGSZEUGNISSE

Sicherheit und Vertrauen sind die Grundlage unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Damit sich alle bei uns gut aufgehoben fühlen, achten wir darauf, dass Menschen, die in der Evangelischen Jugend Essen mitarbeiten, verantwortungsvoll handeln und sich mit unserem Schutzverständnis identifizieren. Dazu gehört auch, dass gesetzliche Vorgaben erfüllt werden. Das betrifft unter anderem den § 72a SGB VIII, der den Schutzauftrag in der Kinder- und Jugendarbeit beschreibt.

In der Evangelischen Jugend Essen setzen wir diesen Auftrag mit einem klaren und transparenten Verfahren um. Alle, die bei uns mitarbeiten, ob hauptamtlich, ehrenamtlich oder im Freiwilligendienst, bringen ein erweitertes Führungszeugnis mit. Das zeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und für Kinder und Jugendliche sichere Räume gestalten. Die Einsichtnahme erfolgt durch eine benannte Ansprechperson, die zur Vertraulichkeit verpflichtet ist. Sie prüft das Dokument sorgsam, vermerkt die Einsichtnahme und bewahrt alle Daten sicher auf. Das Führungszeugnis selbst wird nicht kopiert und bleibt in den Händen der betreffenden Person. So schaffen wir Vertrauen, Klarheit und Sicherheit für alle, die Teil der Evangelischen Jugend Essen sind und für die, die uns anvertraut sind.

ANSPRECHPERSONEN BEI GRENZVERLETZUNG UND
SEXUALISIERTER GEWALT

Ansprechpersonen sind in der Evangelischen Jugend Essen zuständig für Fragen im Zusammenhang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung, Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt. Ihre Aufgabe ist es, zuzuhören, Sachverhalte einzuordnen und Orientierung zu geben. Sie unterstützen dabei, Situationen besser zu verstehen, Unsicherheiten zu klären und mögliche nächste Schritte aufzuzeigen. Dabei handeln sie vertraulich, respektvoll und verantwortungsbewusst.

Ansprechpersonen treffen keine Entscheidungen über andere hinweg. Sie beraten, begleiten und unterstützen, ohne zu drängen oder vorzugreifen. Im Mittelpunkt steht, gemeinsam Klarheit zu gewinnen und handlungsfähig zu bleiben. Sie kennen die Strukturen und Verfahren der Evangelischen Jugend Essen und können bei Bedarf auf weitere Unterstützungsangebote hinweisen. So entsteht ein verlässlicher Rahmen, in dem Anliegen ernst genommen und sorgfältig bearbeitet werden.

Mit diesem Angebot schaffen wir Orientierung, Sicherheit und Transparenz im Umgang mit grenzsensiblen Situationen.